Essstörungen
Bei einem gesunden Essverhalten, wird die Nahrungsaufnahme vor allem durch den Hunger und das Sättigungsgefühl gesteuert. Essen erhält unsere Gesundheit, gibt uns Lebensenergie und Lebensfreude. Essen beinhaltet Genuss, macht Freude, erhält uns vital und spielt eine wichtige Rolle in sozialen Beziehungen. Von einer Essstörung im engeren Sinne sprechen wir, wenn die Beschäftigung mit Essen, Gewicht und Aussehen Betroffene so stark einnimmt, dass sie ihr Leben danach ausrichten und andere Lebensbereiche an Bedeutung verlieren.
In einem Erstgespräch nehmen wir uns Zeit die Situation einzuschätzen und klären ab, ob es sich um eine behandlungsbedürftige Störung handelt. Liegt eine Essstörung wie Magersucht oder Bulimie, eine körperliche Erkrankung oder eine andere psychische Störung vor?
Nach dieser ersten Einschätzung geben wir eine Therapieempfehlung ab. Der Beginn mit einer raschen, zielgerichteten Therapie kann erforderlich werden, da eine Essstörung die Gesundheit der Betroffenen ernsthaft bedrohen kann. Eine koordinierte, interdisziplinäre Zusammenarbeit mit Kinder- oder Hausärzt:innen, Ernährungsberatung und psychiatrisch-psychotherapeutischen Fachpersonen ist dann erforderlich. Falls nötig vermitteln wir stationäre Behandlungsplätze.
Betroffene Familien können zusätzliche Unterstützung und Informationen durch die Arbeitsgemeinschaft Essstörungen (Link: Arbeitsgemeinschaft Ess-Störungen AES) oder durch das Netzwerk Essstörungen (Link: Essstörungen) erhalten.