Tagesklinik für Erwachsene
Die Tagesklinik richtet sich an Erwachsene, die eine therapeutische Begleitung benötigen, aber weiterhin zu Hause wohnen können. Sie bietet Struktur, Unterstützung und Behandlung im Alltag - ohne stationäre Aufnahme.
Unsere Tagesklinik befindet sich im 6. Stock des Kantonsspitals Glarus. Die Behandlung erfolgt halbtags oder ganztags; im Anschluss kehren die Patient:innen jeweils in ihr gewohntes soziales Umfeld zurück. Im Mittelpunkt steht der Mensch - mit seinen Anliegen, seiner Selbstbestimmung und seinen Rechten. Das Therapieprogramm findet in Gruppen statt und wird durch eine begleitende Einzeltherapie ergänzt. Das Angebot wird von einem multiprofessionellen Team - bestehend aus Ärzt:innen, Pflegefachpersonen, Sozialdienst, Therapeut:innen und Psycholog:innen durchgeführt und umfasst folgende Angebote:
Unsere Patientinnen und Patienten erhalten regelmässig Einzelgespräche mit ärztlichem, psychologischem und pflegerischem Fachpersonal. Diese Gespräche bieten Raum für individuelle Anliegen, Reflexion und gezielte therapeutische Unterstützung. Eine enge Zusammenarbeit mit externen Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten sowie dem Ambulatorium ist Teil des Gesamtkonzepts.
In psychoedukativen Gruppen vermitteln wir Wissen zu psychiatrischen Krankheitsbildern, deren Ursachen und Behandlungsansätzen. Gleichzeitig werden Kommunikationsfähigkeit, Selbstreflexion und soziale Kompetenzen gefördert und trainiert. Spezielle Gruppen wie TEK (Training emotionaler Kompetenzen), soziales Kompetenztraining oder DBT-(S)/LST-Module (Dialektisch-Behaviorale Therapie bei Störungen der Emotionsregulation) ergänzen und vertiefen das Angebot.
Unser Fachpersonal begleitet die Patientinnen und Patienten im Alltag und fördern dabei alltagspraktische Fähigkeiten, soziale Kompetenzen und das Vertrauen in die eigenen Ressourcen. Gemeinsame Aktivitäten innerhalb und ausserhalb unserer Räumlichkeiten schaffen positive Erlebnisse, stärken soziale Kontakte und unterstützen eine klare Tagesstruktur.
In den bewegungs- und körperorientierten Therapien wird der Körper bewusst als Ressource genutzt. Durch Tanz, Atem- und gezielte körperzentrierte Übungen können Selbstwahrnehmung, Körperbewusstsein und emotionale Regulation gestärkt werden.
Die Therapien fördern Entspannung, innere Ausgeglichenheit und Achtsamkeit. Sie unterstützen den Zugang zu eigenen Ressourcen, wirken stabilisierend auf das psychische Gleichgewicht und tragen zur Linderung von Stress, Anspannung und psychosomatischen Beschwerden bei.
Auch können emotionale Schlüsselerlebnisse über den Körper verarbeitet werden.
In einem geschützten Rahmen können Gedanken und Gefühle über kreative Medien wie Malen, Gestalten oder Zeichnen Ausdruck finden. Die Therapie unterstützt dabei, innere Prozesse sichtbar zu machen, Spannungen zu lösen und neue Perspektiven zu entwickeln – ganz ohne künstlerische Vorkenntnisse.
Die Kombination aus Musik- und Entspannungstherapie eröffnet vielfältige Möglichkeiten, um emotionale Stabilität, Selbstwahrnehmung und innere Ausgeglichenheit zu fördern. Musik wirkt dabei als Medium für Ausdruck, Resonanz und nonverbale Kommunikation, während gezielte Entspannungsübungen helfen, Anspannung, Nervosität und impulsives Verhalten zu reduzieren. Gemeinsam schaffen die beiden Methoden einen geschützten Raum, in dem Gefühle bearbeitet, innere Ruhe erfahren und individuelle Ressourcen gestärkt werden können.
Die NADA-Ohrenakupunktur ist ein komplementärmedizinisches Verfahren zur Förderung innerer Ruhe, Reduktion von Stress, Verbesserung der Schlafqualität und Linderung von Entzugssymptomen. Sie ergänzt therapeutische Angebote sinnvoll und unterstützt die emotionale Stabilisierung.
Dieses Training zielt auf die Förderung kognitiver Funktionen wie Konzentration, Wahrnehmung, Gedächtnis, Denken und Sprache. In Gruppen oder individuell – auch computerbasiert – werden alltagsnahe Aufgaben bearbeitet, um geistige Leistungsfähigkeit und Selbstvertrauen zu stärken.
Gemeinsames Planen, Zubereiten und Geniessen von Mahlzeiten stärkt alltagspraktische Fähigkeiten, soziale Interaktion und Selbstwirksamkeit. Die Kochgruppe verbindet Struktur mit genussvollen Erlebnissen.
Die Gruppe wird von Peers mit eigener Erfahrung geleitet. Im Zentrum stehen Hoffnung, Selbstbestimmung und gegenseitige Unterstützung. Der Austausch eigener Erfahrungen hilft, individuelle Wege im Umgang mit der Erkrankung zu finden.
Aromatherapie nutzt die Wirkung ätherischer Öle zur Förderung des seelischen und körperlichen Wohlbefindens. In der Aromapflege kommen diese gezielt zur Anwendung, um etwa Angst, Unruhe oder Schlafstörungen zu lindern. Die Anwendung erfolgt individuell abgestimmt.